Das große Eszett

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Jul 012008
 

Gefunden im ib-Klartext-Blog – endlich gibt es ein offizielles großes ß im Unicode! Eine weltbewegende Meldung! Es muss zwar erstmal für die verschiedenen Fonts entwickelt werden, aber dann steht der Nutzung nach nur hundert Jahren der Diskussion nichts mehr im Wege. Ausführliches finden Sie in diesem Beitrag der Frankfurter Rundschau.

Meine Gedanken dazu:
a) Ich hätte nie gedacht, dass das Groß-ß es zu einem eigenen Wikipedia-Eintrag Versal-ß geschafft hat.
b) Ich finde es unsinnig, in einer Zeit, wo ich mein Namensbestandteils-ß an allen internationalen Ecken und Enden sowieso zu „ss“ auflösen muss (Flugtickets, Internet), die Nutzung des ß zu bestärken.
c) Ganz allgemein hätte ich es begrüßt, wenn bei der Rechtschreibereform das ß komplett hinausgeflogen wäre, schließlich können die Schweizer auch ohne dasselbe leben, und die Regeln zur Nutzung sind vielen Mitbürgern heute noch unklarer als früher, obwohl sie im Prinzip vereinfacht wurden. (Offizielle Regelung dazu unter K159 im gelben Duden: Das ß bleibt für den stimmlosen s-Laut nach einem langen Vokal oder Doppellaut, d.h. bei Maß, Blöße, Fleiß, reißen, außer… und wurde nach kurzem Vokal zu ss. Das berühmteste Beispiel dafür ist das „dass“.)

Auch wenn ich zugebe, dass der Schwung des ß in meiner Unterschrift viel dynamischer als ein analoges „ss“ erscheint ;)

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Bald der Standart als Standard?

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Jun 252008
 

standard

„Standart“ wäre vermutlich der haushohe Gewinner, wenn man fehlerhafte Schreibweisen im Netz einsammeln würde. Dazu gibt es eine wunderbare Webseite, die sich detailliert mit dem Standart und seinen vielfältigen Varianten wie der Stand-Art, den Industrie-Standarts, der Standartartisierung und vielem mehr beschäftigt. Auszug:

Web-Standart
Wer als Webdesigner auf sich hält, erstellt seine Seiten natürlich längst in XHTML und kann somit stolz darauf sein, auf diese Weise schon heute den zukünftigen Webstandart umzusetzen. Und für kreative Webdesigner ist es schließlich auch kein Problem, aus einem langweiligen Standartdesign einen erfolgreichen Designstandart zu schaffen – insbesondere dann, wenn die Umsetzung auch standartkonform erfolgt.

Mehr dazu finden Sie auf Cantors Standart-Webseite – viel Spass!

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Noch nie gehört? Ich bis heute auch nicht, aber jetzt bin ich klüger – das ist der Name für den Effekt, wenn die automatische Rechtschreibekorrektur die Inhalte fälschlich korrigiert. Er scheint aber vornehmlich im englischen Teil des Internets verwendet zu werden.

Eine ausführliche Beschreibung findet man unter The Cupertino effect, in dem es über die Herkunft der Bezeichnung heißt:

[…] runaway spellchecking has been dubbed „the Cupertino effect,“ at least among writers and translators for the European Union. As Qaminante explains, the common misspelling of cooperation as cooperatino leads some spellcheckers to suggest a change to Cupertino.

Auch bis in die Wikipedia hat es Cupertino-Effekt schon geschafft.

Besonders unschöne Resultate kann der Effekt auf Yearbooks (Jahrbücher) mit Namen haben:

As reported in the New Scientist last year, the April 2007 issue of Contemporary Sociology contained a review article with contributors‘ last names changed from Gareis to Agrees, Beavais to Beavers, Gerstel to Gretel, and Sarkisian to Sardinian. Lists of proper names seem particularly susceptible to mass spellchecker substitution.

Da ich in Word und Firefox zwar die Rechtschreibung „mitlaufen“ lasse (unbekannte Wörter werden rot unterkringelt), aber nie eine solche Autokorrektur verwende, bin ich davon bisher verschont geblieben. Toi toi tür! ;)

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Tippfehler des Nachmittags

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Jun 042008
 

Mietglieder

Das möchte ich sehen… ;)

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