Logos, Schriftzüge und Illustrationen gibt es seit neuestem relativ günstig bei Pitchwork. Vermutlich eins dieser Angebote, die für den Käufer günstiger sind als für den Designer, aber Selbstausbeutung bleibt ja jedem selbst vorbehalten :)

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Reinzeichnung von Vektordateien

 Grafik  Kommentare deaktiviert für Reinzeichnung von Vektordateien
Jul 252008
 

(Artikel von Annika Brinkmann)
Vektordateien sind was Feines. Ordentlich angelegte Vektoren kann man wunderbar miteinander oder gegeneinander skalieren. Daher werden sie auch vor allem bei der Digitalisierung von Logos eingesetzt, die keine photorealistischen Elemente beinhalten.

Leider wird in vielen Fällen auf die Reinzeichnung der Dateien verzichtet. So kommt es vor, dass innerhalb einer Datei für jeden Buchstaben eines Schriftzuges ein eigener Pfad existiert, obwohl es durchaus Sinn machen würde, alle Buchstaben mit der gleichen Farbe auf eine Pfadebene  zu reduzieren. Warum? Dies verringert nicht nur die Datengröße und verhindert leichtfertig vorgenommene Veränderungen in der Positionierung einzelner Elemente.

Vor allem wenn ein Logo direkt in eine Website oder ein anderes Bitmap-präferierendes Produkt eingebaut werden soll, ist die Transformierung der Formen in Photoshop-Vektorebenen anzuraten. Die pixelgenaue Zielgröße (die beim Öffnen einer .eps-Datei in Photoshop verlangt wird, bevor die Vektoren in Bitmap gerendert werden) braucht dann niemand mehr ausmessen, wenn das Logo frei skalierbar bleibt.

Vektorebenen in Illustrator und Photoshop

Bildquelle: Screenshots von der Ebenenpalette der unbearbeiteten und reingezeichneten Datei in Illustrtor und Photoshop. Abgespeichert als GIF.

Weitere Fehler konnte ich bei einer Vielzahl der Logos beobachten, die ich inzwischen bearbeitet habe:

  1. Outlines werden nicht in Konturen umgewandelt und werden je nach Skalierungseinstellungen nicht proportional mitvergrößert.
  2. Formen werden nicht immer ausgeschnitten, sondern nur weiß überdeckt (eine Arbeitstechnik die für spätere Reproduktion durchaus sinnvoll ist, aber nicht in fertigen Dateien gehört).
  3. Schriften werden nicht immer in Pfade umgewandelt, wodurch es zu Darstellungsänderungen kommen kann, wenn die entsprechende Schrift nicht auf dem Computer installiert ist, auf dem die Datei bearbeitet wird.

Fazit: Nicht bei jeder Datei lohnt es, sich sauber zu arbeiten. An dem Punkt, an dem aus einer Layout-Datei jedoch eine Produktionsdatei werden soll, kann ein einmaliges Aufräumen später viel Zusatzarbeit vermeiden.

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