Tippfehler des Nachmittags

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Jun 052008
 

Eigentlich eher ein unsäglicher Dauerbrenner, der bei einer Google-Suche zu tausenden auftaucht, aber trotzdem falsch ist:

„zuende“ – gibt es nicht, es muss „zu Ende“ heißen. Wirklich. Ausschließlich.

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Falls Sie es nicht mehr ertragen, wenn Netzschreiber „seit“ und „seid“ verwechseln, können Sie diese direkt zu dieser leicht polemischen Seite verweisen.

Zum Thema Deppenapostroph gefunden: die Seite Idiotenapostroph, auf der sich auch Links zu einer Reihe verwandter Seiten finden.

Für alle, die sich ständig vertippen, ist das Buchstabenasyl die richtige Anlaufstelle.

Aktuelle Deutschfeler:

  • Eine amüsanter Ausdruck: „höherfeste Flaschenwand“ (statt festere).
  • Der Top-Kandidat für Falschgeschriebenes diese Woche: „Menthalität“. (Mentalität und Menthol haben wirklich nichts gemein.)
  • Schmerzhaft fürs Auge: „Jugend gefährdende Schriften“ – ein paar dieser zusammengesetzten Adjektive darf man seit der NDR getrennt schreiben (Fleisch fressend, allein erziehend), aber jugendgefährdend gehört nicht dazu.
  • Der Dauerbrenner: „intollerant“ (kommt vom lateinischen „tolerare“, ertragen).
  • Der Fehler, der es in den Duden geschafft hat: „Plattitüde“ (hat nichts mit platt zu tun, sondern stammt von „platitude“ – auch wenn es nicht half ;)
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„Steht’s im Duden?“

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Feb 122008
 

Ein kleiner Nachtrag zum gestrigen Eintrag:

Gerade bin ich bei der Bärentatze vorbeigesurft, eine Webseite mit Feed und Newsletter zum Thema „Sprachspuren in Marketing, Kultur, Ethik“ von Oliver Bär.

Dabei stieß ich passend zur Frage von gestern – „If it’s in the dictionary, does that make it a real word?“ – auf seinen Eintrag Steht’s im Duden?

Texter berichten, dass mancher Kunde einer neuen Wortschöpfung misstraut: “Steht’s im Duden?” Nur dann sei es rechtens, sonst müsse es durch ein bekanntes, und sei es noch so abgelutscht, ersetzt werden.

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Die heutige Googlejagd lieferte weitere Beute, die es wert ist, näher besprochen zu werden. Werfen wir einen Blick auf den Grammar Girl Podcast (mit Transkripts), Webster’s Word of the Day und Just Vocabulary, das Lernado-Blog (mit Downloads), das Wortschatzverzeichnis der Uni Leipzig und die deutschen Agenturschreibregeln. Continue reading »

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deppenapostroph1.gif

Gerade wurde auf einer Liste eine Seite über Deppenapostrophe gepostet. Hier finden sich Links zu weiteren Seiten mit abschreckenden Beispielen wie „Morgen’s gebracht, bis Abend’s gemacht“, „Hit’s des Monat’s“ oder „Bauer’nhof“. Der Kreativität scheinen keine Grenzen gesetzt zu sein. Dabei ist der Apostroph im Deutschen ein eher selten gebrauchtes Zeichen, dessen Anwendung bei weggefallenen Buchstaben und Auslassungen in der Wikipedia beschrieben ist.

Hier könnte man sich fragen, warum ein gewisses beliebtes norddeutsches Bier einen Apostroph im Namen hat (und nein, dies hat es nicht im Zuge einer Anglifizierung erhalten). Im Wikipedia-Artikel zum Deppenapostroph findet man die Erklärung:
Die Verwendung von Apostrophen ist insbesondere vor dem Genitiv-s keine neue Erscheinung. Bis zum 19. Jahrhundert war diese Schreibweise üblich. Der Duden missbilligte diese Verwendung des Apostrophs zunächst nur: Bei Genitiven sei es „nicht erforderlich“, einen Apostroph zu setzen. Erst in der Reform der deutschen Rechtschreibung von 1901 wurde diese Verwendungsweise für normwidrig erklärt. […] Traditionsreiche Handelsmarken mit Genitiv-Apostroph sind unter anderem Beck’s Bier, Kaiser’s Kaffee Geschäft oder Hoffmann’s Gardinenneu.

Becks

Die häufigste Form des Deppenapostrophen ist inzwischen erlaubt – Willi’s Würstchenbude darf so heißen, wenn der Apostroph zum Zwecke der Verdeutlichung eines Personennamens gebraucht wird. Dafür – hätten Sie’s gewusst? – ist der Apostroph bei der zweiten Person im Imperativ (z.B. „Geh mit mir.“) inzwischen offiziell fehl am Platz.

Es gilt mal wieder – der Duden bildet letztlich die Verwendung ab. Es bleibt spannend, wohin der Apostroph sich in den nächsten Jahrzehnten bewegt. In diesem Sinne – Pro’st!

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Komma, Punkt…oder nichts? Zeichensetzung bei Aufzählungen (D/E)

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Feb 062008
 

Gerade in der technischen Dokumentation, aber auch auf Webseiten oder in Blogeinträgen werden Aufzählungen genutzt, um Inhalte für bessere Lesbarkeit aufzubereiten. Dabei werden Kommata und Punkte meist mehr nach Gefühl als nach Wissen verteilt. Mit etwas Suchen finden sich allerdings auch die offiziellen Regelungen im Netz.

Für beide Sprachen kann man sich grob merken: „ganz oder gar nicht“. Also entweder an jedem Zeilenende eine Interpunktion, oder an gar keinem Zeilenende (besonders bei Aufzählungen von kurzen Begriffen, die keinen Satz vervollständigen) .

Damit Sie auch morgen vertreten können, wie es offiziell sein sollte…selbst wenn sich der Kunde anders entscheidet ;)

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