Wichtigste Schnittstellen beim Übersetzen mit SNP Dragoman

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Jan 092017
 

Beim Übersetzen mit SNP Dragoman ist die Technik (aka die Verwendung von Dragoman) meist das kleinere Problem, wenn man einige grundlegende Ansätze – wie das Thema Vorschlagswerte und deren Befüllung – verstanden hat.

Die Schnittstelle zu Übersetzungsfirmen wird über die ausgeleiteten Excels abgebildet. Hier gibt es typischerweise folgende Probleme:

  • Das eigenartige Excel-Format (.xls, Format „XML Kalkulationblatt“) führt beim Öffnen beim Empfänger zu einer Meldung, die extra bestätigt werden muss. Dies kann über ein Speichern als echtes .xls geändert werden, muss aber vor dem Import wieder korrigiert werden. Dazu das Excel unter „XML Kalkulationsblatt“ speichern und die Endung im Explorer auf .xls ändern.
  • Bei der Verarbeitung kann es dazu kommen, dass die maximale Länge überschritten wird. Dies muss vor dem Import geprüft werden, bzw. nach erfolglosem Import muss die von Dragoman angemerkte überlange Zeile korrigiert werden.

Eine andere große Schnittstelle ist die mit der SAP Basis. Da SAP-Übersetzungen transportiert werden müssen, sind sie Teil des Transportwesens und unterliegen den in der Firma gelebten Prozessen. Folgende zwei Strategien sind üblich:

  • Übersetzungstransporte hängen an der Anforderung der jeweiligen Entwicklung und werden vom Anforderer selbst freigegeben und weiterbehandelt. Dies ist transporttechnisch die einfachste Strategie, führt allerdings in Dragoman zu vielen kleinen Szenarien. Für den Überblick sollten immer auch zusätzlich regelmäßig Analysen über Module gefahren werden.
  • Übersetzungen gelten als eigene Anforderungen, die Übersetzungen werden übergreifend über alle Module und ungeachtet der spezifischen Entwicklungen darin durchgeführt. Das Übersetzungsteam muss dabei analog zu jedem Entwickler den ganzen Zyklus einer Anforderungs-ID mitmachen. Dies führt zu Mehraufwänden und wird leicht problematisch, wenn das Übersetzungsteam nicht automatisch alle Entwicklungsinfos wie z.B. GoLive-Termine erhält. Außerdem kann durch die Entkopplung von Entwicklung und ihrer Übersetzung nicht immer nachvollzogen werden, wer zuständig ist (siehe nächsten Punkt).

Die dritte Schnittstelle ist die zur Entwicklung / den SAP-Teams, wenn es darum geht, fehlende Übersetzungen aufzuspüren. Typische Probleme:

  • Kein Entwickler zur Unterstützung der Analyse vorhanden. Fehlende SAP-Übersetzungen analysieren erfordert schon SAP-Kenntnisse. Dennoch kann es notwendig sein, für schwierige Fälle einen Entwickler mit der Analyse zu betreuen. Hier muss dem Auftraggeber klargemacht werden, dass hier ein gewisser Bedarf besteht, ca. 1-2 Stunden/Woche.
  • Bei analysiertem, aber für die Übersetzung unlösbaren Problem: Kein definiertes Team vorhanden, d.h. kein dezidierter Ansprechpartner z.B. für ein Modul greifbar. Manchmal hilft hier, Probleme solange auszusitzen, bis das Thema nach oben eskaliert und sich jemand auf der Entwicklungsseite dafür zuständig fühlt, das Problem anzugehen.

Die hier genannten Schnittstellenthemen sind besonders bei der Schätzung des Zeitaufwands von Übersetzungen wichtig, da hier sehr schnell viel Zeit vertreichen kann.

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