Deutsche und englische Phrasen

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Nov 032008
 

Neulich im Netz gefunden: deutsche Phrasen und ihre englischen Übersetzungen bei Phrasen.com.

Nach einem schnellen Check der Inhalte würde ich sagen, vieles stimmt, bei anderen Phrasen bin ich mir nicht sicher. „Zur Unzeit“ sei „out of season“, das kann ich so nicht glauben, selbst wenn dict.leo.org dies ebenfalls anbietet.

Das Problem ist meist der Kontext – die einzelne Phrase hilft wenig, wenn dieser fehlt. Und bei „zur Unzeit“ würde ich immer „untimely“ nehmen – außer wir reden vom Erdbeerkauf im Januar…

Trotzdem keine schlechte Adresse, um auf die Schnelle eine Phrase zu suchen.

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Translation Fail in Slogans

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Sep 262008
 

In einer Diskussion aufgestöbert: Top 13 Worst Slogan Translations Ever, mit wunderbaren Beispielen, was alles schiefgehen kann – besonders ins Spanische, offensichtlich. Auszüge:

6) Frank Perdue’s chicken slogan, „It takes a strong man to make a tender chicken,“ was translated into Spanish as „it takes an aroused man to make a chicken affectionate.“

oder

3) The Dairy Association’s huge success with the campaign „Got Milk?“ prompted them to expand advertising to Mexico. It was soon brought to their attention the Spanish translation read „Are You Lactating?“

Viel Spass!

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Software-Dokumentation in einem Mediawiki

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Sep 012008
 

MediawikiVielleicht werde ich irgendwann noch einen ausführlichen Bericht über mein Projekt (ca. 100 Seiten jeweils in Deutsch und Englisch) schreiben, doch heute möchte ich vorweg einige wichtige Gedanken zum Thema „Dokumentation in einem Mediawiki“ teilen.

  • Mehrere Bearbeiter – im Prinzip eine tolle Sache, allerdings ist es in Sachen QM und Konsistenz eine große Herausforderung, wenn man von außen die Artikel liefert und der Kunde dann Texte ändert oder hinzufügt, ohne das nochmals zurückzumelden. Und das in zwei Sprachen und bei ggf. nicht sichtbarer Versionierung.
  • „Suchen und ersetzen“ ist eine sehr wichtige, hilfreiche Funktion, die man bei einem Wiki von außen nicht erhält. Generell ist die Granulierung der Suche ziemlich oberflächlich.
  • Auch eine Sicherung der Wiki-Quelltexte von außen ist nicht so einfach möglich. Daher rechtzeitig nachfragen, ob der Kunde selbst Backups macht.
  • Die Bearbeitung ist eine Klick-Orgie; für jeden Text den Link im Hauptverzeichnis anklicken, dann „Editieren“ anklicken, am Ende „Speichern“. Und das für jede Sprache.
  • Die Druckausgabe ist tendenziell ein echtes Single Sourcing und erlaubt nicht unbedingt die schöne Ausgabensteuerung, wie sie z.B. Madcap Flare mit „Publishing Targets“ und bedingten Texten (print, online etcpp.) hat.
  • Schön wäre ein Knopf für Printausgabe on-the-fly, da ein PDF fürs Korrekturlesen hilfreich bis notwendig ist.
  • Man ist leicht von den Entwicklern abhängig ist, wenn diese am Wiki etwas ändern. So wurde in meinem Projekt nach einer Migration die Versionierung abgeschaltet, was zum „Blindflug“ bei Korrekturen führte (bzw. zu einem „Backup in Word“).

Mein Fazit: Eigentlich bräuchte man eine gute Schnittstelle zu Word o.ä., und zwar in beide Richtungen – die Tools, die ich vor einigen Monaten geprüft habe, arbeiteten leider immer nur von Word nach Wiki oder benötigten besondere Einstellungen. Einiges wäre leichter gewesen, wenn ich einen direkten Zugriff auf die Wiki-Datenbank gehabt hätte.

Daher würde ich von solchen Dokumentationsprojekten in einem Wiki aktuell eher abraten. Auf jeden Fall aber sollte man das Arbeitsumfeld sehr ausführlich auf die Anforderungen für Dokumentation abklopfen, und ggf. eine extra „Handling“-Gebühr drauflegen – bevor man selbst drauflegt.

Wer weiterlesen möchte – bei Xing gab es neulich ebenfalls eine Diskussion dazu.

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Semikolon, revisited

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Aug 272008
 

Für manche Themen scheint einfach die Zeit zu sein. Neulich schon war das Semikolon im Englischen Thema hier im Blog, da kommen gleich drei weitere Diskussionen auf meinen digitalen Schreibtisch.

Mann Eigentlich ein trauriger Tag, wenn die Frage aufkommt, whether the use of semicolons is (ahem) gay.

Aufgehängt ist das Posting am Artikel Sex and the Semicolon, in dem beleuchtet wird, welche (männlichen) Autoren dieses Zeichen nie genutzt haben – oder im Gegenzug dazu gefördert haben. Dabei hebt sich Vonnegut als Gegner besonders hervor, der das Semikolon als „transvestite hermaphrodite representing absolutely nothing“ bezeichnete.

Da fragt der Autor zu Recht:
If semicolons are masculine enough for Melville and Irving, why should they unsettle Barthelme and Vonnegut? Are today’s male writers just more insecure than yesterday’s about the manliness of their vocation?

(Erstaunlich, in welche Dimensionen sich eine Diskussion über Satzzeichen entwickeln kann.)

Und zum Abschluss dieser Livejournal-Eintrag von „Tightrope Walker“, eine der Episoden-Verfasserinnen der Serie „House“, in dem sie the passion of the semicolon beschwört.

The semicolon does not force; it guides with clarity and logic through the thickets of prose — and in its way it guides the writer, too, for even a semicolon cannot link two entirely disparate points. Coherence comes as a side-effect.

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Engrish – neue Weltsprache?

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Aug 192008
 

Wieder einmal wurde ich auf ein Blog hingewiesen, das lustige Übersetzungen ins Englische – oder was man dafür hielt – verlinkt.

Auf Engrish Funny finden Sie Amüsantes wie „Deppresso“ und nicht ganz Jugendfreies wie „Dick Size Education Center“ – aber Achtung, diese Seite kann echte Arbeitszeit kosten, und zwar fürs ganze Büro ;)

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Defriend an earworm – oder wie?

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Aug 172008
 

Für alle, die neuere englische Begriffe suchen, gibt es den Word Spy. Von acoustic ecology zu zorse – auch wenn die Begriffe noch so abstrus klingen: nur, was wiederholt in Zeitungen, Büchern oder anderen Medien auftaucht, schafft es in dieses Verzeichnis.

Einen Earworm (vom deutschen Ohrwurm abgeleitet) würde ich üblicherweise nicht „un-freunden“ – solange er nicht mit mir im livejournal verlinkt ist ;)

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Und ein frischer falscher Freund, passend zum letzten Beitrag…

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Aug 062008
 

Gerade im Bildblog gefunden: Ein Fluch liegt auf dem Batman-Dreh – oder doch nur auf der Bildzeitung?, in dem herrlich aufgezeigt wird, wie aus einem „Shooting“ ein erschossener Spezialeffekt-Techniker wird. Volle Punktzahl, liebe Bildzeitung ;)

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Neu auf meiner Leseliste ist das Blog False Friends mit dem Untertitel: Ein Blog über den Missbrauch von Englisch im Deutschen (Denglisch), schlechte Übersetzungen ins Englische, und generell über die Tücken des Berufs „englischer Übersetzer/Texter“ in Germany.

Sehr interessant zu lesen, mit herrlichen Beiträgen über IT-Denglisch, Wort-Verwechslungen und sonstigen krausen Sprachvergewohlwaltigungen, die einen englischen Muttersprachler (und alle anderen, die halbwegs Englisch beherrschen) in die Verzweiflung treiben können.

Passend dazu gabs in einem anderen Blog neulich einen Beitrag zu der Ersetzung von „Reihenhaus“ durch „Townhouse“ in der Berliner Wohnentwicklung. In Sachen Sprachverbiegung ist der Bereich Marketing einfach ungeschlagen…

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Nicht ganz jugendfrei, aber eine perfekte Vorlage…

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Jul 052008
 

Warum man nur T-Shirts tragen sollte, deren Slogan man gut versteht:

fail owned pwnd pictures
see more pwn and owned pictures at Failblog

Lässt natürlich Raum für einige interessante Interpretationen, die aber vermutlich auf diesen jungen Mann alle nicht zutreffen ;)

Dieser Fehler erinnert mich auch an die Frage, wie Leute, die sich chinesische oder japanische Schriftzeichen als Tattoos stechen lassen, eigentlich sicherstellen, dass der Tätowierer nicht aus Versehen „Schlachtvieh“ statt „Liebe“ einkritzelt o.ä. Für alle, die es interessiert: einen kleinen Einstieg in Kanji-Schriftzeichen und Tattoos findet man in diesem Blog.

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Was Sie schon immer über den Plural des engl. „Virus“ wissen wollten…

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Jun 042008
 

latin.png

[…] some writers prefer to maintain the classical inflections on some English words, particularly in technical writing. For example, conflicting indexes/indices and minimums/minima are both easily found, depending on the intended audience and use. In that case, what’s the classical plural of virus?

The simple answer is that there wasn’t one. The longer answer follows…

Den vollständigen Artikel finden Sie unter What’s the Plural of ‚Virus‘?. Ein echtes Vergnügen für Grammatiksüchtige, das den Bogen vom engl. Dictionary bis zur Interpration lateinischer Texte von griechischen Autoren spannt und einen gewissen tongue-in-cheek appeal mitbringt:

In any event, *virora does not fit comfortably in the mouth of an English speaker, which is a good reason to avoid it.

Viel Spass! (Und ich meine das wirklich ernst :)

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