Donnerstag 28. Januar 2010 von bgrossmann
Wenn das Exportfile einer MySQL-Datenbank ein wenig größer wird und die Timeouts beim Import zunehmen, kann man den Import automatisieren.
a) Anlegen einer Datei “import cmd” mit z.B. diesen Kommandos (in einer Zeile):
c:\xampp\mysql\bin\mysql.exe ––no-defaults ––user=username ––password=password ––database=datenbankname
im selben Verzeichnis wie mysql.exe.
b) Doppelklick auf die import.cmd-Datei. Dies öffnet eine Konsole in Windows.
c) Dort eingeben:
\. filename.sql und RETURN.
Der Import wird dann zeilenweise ausgeführt und kann in der Konsole verfolgt werden.
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Mittwoch 27. Januar 2010 von bgrossmann
Als mir vor einer Weile in meinem Projekt auffiel, dass einige Nodes nicht gefunden wurden, war ich zunächst auf dem Holzweg und dachte, dass es etwas mit den vielen CCK-Feldern dieser Nodes zu tun hätte.
Aber weit gefehlt - es stellte sich nach mühsamer Suche heraus, dass das Problem durch den Import dieser Nodes hervorgerufen wurde. Offensichtlich erkennt Drupal nur dann Nodes als zu indizierend an, wenn “node_save” durchlaufen wird, was bei einem Import mit dem Node Import Module nicht geschieht. (Für lange Winterabende lohnt sich auch die Lektüre von Roberts Artikel Drupal Search: How indexing works.)
Eine Quick-and-Dirty-Lösung dafür ist, die betreffenden Nodes einmal kollektiv z.B. auf “published” zu setzen und dann manuell den Cron-Job für den Suchindex anzustoßen. In meinem Projekt kein Problem, allerdings nicht empfehlenswert, wenn z.B. viele Subscriber bei diesen Nodes mitlesen, da ein “published” zu einer Mailflut führen könnte ;)
Besser wäre es, entweder das Node Import Module umzuschreiben oder das im Hintergrund arbeitende Force Search Index Module (im Netz aufgestöbert) auf D6 umzuschreiben.
P.S. Tolle Sache mit einer Edel-Suche über Tomcat/Solr, aber auch diese setzt immer auf dem Drupal Search Index auf. Wenn also dort Probleme auftreten, hilft das nicht weiter.
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Dienstag 12. Januar 2010 von bgrossmann
Eine typische Anforderung bei einer Liste von z.B. ungelesenen Artikeln ist die Möglichkeit, diese per Checkbox und Knopfdruck auf gelesen zu setzen.
In Drupal kann für solche Massenaktionen über Views das Views Bulk Operations Module (VBO) genutzt werden. Der Haken hierbei war leider, dass es für “set to read” keine Action gab. Diese musste daher selbst programmiert werden. Das geschah ausgehend vom Node-Module im Core und mit einem Blick auf Advanced Forum, in dem es eine analoge Funktion für ganze Foren gibt.
“Set to read” bedeutet effektiv, dass der Timestamp-Eintrag in der Tabelle “history” für diese nid und uid geändert wird. Dies würde mit einem Replace gehen, aber da beide andere Codestellen mit Delete/Insert arbeiten, habe ich es analog implementiert.
Der gesamte Integrationspfad ins Drupal-Projekt ist:
- Ein set-to-read Module anlegen und in der Modules-Liste unter admin/build/modules aktivieren.
- Unter admin/settings/actions/manage prüfen, ob das Module aktiv und die Node-Action “Set to read” verfügbar ist.
- Ein Seite mit einem “Bulk Operations” View bauen, und als Action “Set to read” auswählen. Bei sofortigem Abarbeiten sieht der User wenig Effekt, bei der Batch API erscheint der blaue Fortschritsbalken (meiner Meinung nach weniger schön). Auf eine Sicherheitsabfrage und eine Rückmeldung habe ich in meinem Projekt verzichtet, da es sich um keinen kritischen Schritt wie z.B. Löschen handelt.
- Dann den View speichern und im Projekt prüfen.
Code für set_to_read.module-Datei (Achtung, beim Insert gibt es zwei unschöne Zeilenumbrüche):
<?php
/**
* Implementation of hook_action_info().
*/
function set_to_read_action_info() {
return array('set_to_read_noderead_action' => array(
'description' => t('Set to read'),
'type' => 'node',
'configurable' => FALSE,
'hooks' => array(
'nodeapi' => array('presave'),
'comment' => array('insert', 'update'), )
)
);
}
/**
* Implementation of the actual function set_to_read_noderead_action()
*/
function set_to_read_noderead_action(&$node) {
global $user;
if ($user->uid) {
$sql = 'delete from {history} ' .
"where nid='" . $node->nid . "' ".
"and uid='" . $user->uid . "'";
db_query($sql);
$sql = 'insert into {history} (nid,uid,timestamp) ' .
"values ('" . $node->nid . "', '" . $user->uid . "', unix_timestamp()) ";
db_query($sql);
}
}
?>
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Dienstag 12. Mai 2009 von bgrossmann
Ganz uneigennützig ein wenig Werbung für meinen Arbeitgeber — seit heute ist offiziell der Releasekandidat von MeVisLab 2.0 verfügbar, einer Software für medizinische Visualisierung.
MeVisLab bietet ein modulares Framework für Bildbearbeitung, Bildanalyse und Visualisierung. Wunderschöne Ergebnisse kann man auf der Screenshots-Seite sehen. Die Software kann unregistiert mit eingeschränkter Funktionalität getestet werden; wer also schon immer sein eigenes CT in 3D betrachten wollte, kann sich daran versuchen. Normalerweise wird MeVisLab in der High-End-Forschung und für Rapid Prototyping von medizinischen Anwendungen verwendet, insbesondere bei Fraunhofer MeVis.
Mein Anteil an diesem Release steckt primär in der Dokumentation und der Webseitenüberarbeitung, mit dem üblichen Anteil von Qualitätssicherung (Menüs und Abläufe testen, Schreibweisen vereinheitlichen, dumme Fragen stellen :). Dank der tollen Zusammenarbeit mit den Core-Entwicklern ein echtes Vergnügen.
Jetzt bleibt mir nur die Frage: gibt es eigentlich eine Release-Party…?
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Montag 11. Mai 2009 von bgrossmann
Am Freitag und Samstag war ich beim Drupalmediacamp in Aarau und muss rückblickend sagen, dass es eine extrem gute Entscheidung war, dorthin zu fahren. Zum einen konnte ich eine Menge Kontakte vom Kölner Drupalcamp vertiefen und zum anderen viele neue Informationen einholen.
Die letzten Monate an Beschäftigung mit VMs, XAMPP, Drupal und der Dokumentation eines C++-basierten SDK haben sich außerdem dahingehend bezahlt gemacht, dass ich jetzt auch recht entwicklungsnahe Sessions nicht nur verstanden habe, sondern auch hoffe, diese für unser Projekt umsetzen zu können.

Die Sessions (die Links führen zu weiteren Infos und ggf. vorhandenen Materialien&Filmen):
Alleine drei meiner Favoriten wurden von Jonathan Minder aka jon gehalten, der sehr techniknah arbeitet und viel Background-Informationen auch zur Frage des Stagings mit svn/Testserver/Lifeserver lieferte. Alle Vorträge sind in seinem Blog zu finden.
Kantonschule Enge: Wie die grösste Kantonschule Zürichs Drupal erfolgreich einsetzt: Hier sprach jon ausführlich über die Vorteile von Drupal vs. Typo3, was mich nochmals in unserer Wahl bestärkt hat. Außerdem wurde dieses Projekt in einem kurzen Zeitrahmen mit recht wenig Programmieraufwand erstellt.
Apache Solr: Hier beschrieb jon die Geschichte, Funktionen und Vorteile von Aache Solr und die Verbindung mit Drupal. Da wir für unser Intranet ja nicht die Acquia-Suche buchen können, ist das lokale Installieren von Solr die richtige Wahl für unsere Suche, und die Facets-Funktion ist spitze!
Workshop: Wie richte ich eine perfekte Drupal - Entwicklungsumgebung mit PHP Debugger ein: Hier stellte jon die Einbindung der freien IDE Aptana mit Drupal vor; ist ggf. für uns aktuell der Overkill, aber es beruhigt zu wissen, wie es gehen würde.
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Montag 13. April 2009 von bgrossmann
Bisher habe ich mich in Diskussionen auf drupal.org eher mit Schaudern von den patch files ferngehalten, z.B.


Heute allerdings wollte ich ein Panel-Problem beheben und versuchte mein Glück. Hier der schnellste Weg zum Patch:
- Patch bei Drupal herunterladen und in ein temp-Verzeichnis speichern.
- Die zu patchende Datei ebenfalls ins temp-Verzeichnis speichern.
- Die Anwendung “Patch” für Windows von Sourceforge herunterladen: Patch
- Eine Windows-Console aufmachen, in den Pfad von Patch wechseln und das Programm starten:
patch [original] [patch]
- Falls eine Fehlermeldung wie “Assertion failed, hunk, file patch.c, line 343″ kommt, Patch mit binary-Option starten:
patch --binary [original] [patch]
Hintergrund des Fehlers ist, dass unter Windows die Patch-Datei eine Textdatei sein muss, d.h. CR-LF als Zeilenende. Eine Datei mit LF führt zu failed.
Fertig!
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Samstag 4. April 2009 von bgrossmann
Seit wenigen Tagen läuft das Intranet-Projekt. Die ausführliche Spezifikation mag ich hier nicht einstellen, aber Tricks und Kniffe, denen ich auf dem Weg begegne, möchte ich für mich und andere Interessierte niederschreiben:
Tipp A:
Bei Timeouts beim Bearbeiten der Module-Liste in der php.ini-Datei die Werte für max_execution_time, max_input_time und memory_limit hochsetzen. Dabei allerdings darauf achten, welche php.ini tatsächlich eingelesen wird! Diese Information kann man z.B. bei XAMPP über die Startseite > php_info() aufrufen. Danach den Apache neu starten und prüfen, ob die Einstellungen übernommen wurden.
Tipp B:
Wenn man unterschiedliche User in verschiedenen Browsern testet, auch unbedingt darauf achten, dass man nicht an ganz anderen Bugs hängen bleibt. So lief der FCKEditor bei mir zunächst nicht in Opera, und ich habe das auf einen falsch konfigurierten User geschoben, obwohl es ein Problem von FCK unter Opera ist, das mir eigentlich auch schon mit Typo3 begegnet war.
Ich habe dann das Problem gelöst, indem ich wie hier angegeben in der Datei fckeditor.js die Operaversion auf “>=9″ gesetzt und meinen veralteten Opera upgegraded habe.
Last not least wurde ich auf dem IRC-Channel #drupal.de (Server irc.freenode.net) dann noch shanghait von Thomas breitgeschlagen, beim Korrigieren von deutschen Übersetzungen zu helfen. Eine Liste der entsprechenden Modulen gibt es unter dem Titel Übersetzungschannel. Die einzige Voraussetzung (neben gutem E/D) ist das freie Programm poedit, das ich hier im Blog im Wordpress-Kontext schonmal beschrieben habe. Eine unvollständige Terminologie für Drupal gibt es im Wörterbuch-Wiki.
Demnächst Runde 2…
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Donnerstag 2. April 2009 von bgrossmann
Idealware hat einen aktuellen Vergleich von Wordpress, Joomla, Drupal und Plone veröffentlicht: Comparing Open Source Content Management Systems (PDF).
Wie auch in anderen Vergleichen zu sehen, hat jedes System seine Stärken und Schwächen - aber die Wertung für Drupal bestätigt mich darin, dass wir auf das richtige System setzen:
Flexible and powerful, Drupal is a great choice for more complex sites. It supports a wide variety of site structures—you can define very detailed rules as to what content should be displayed where, and build your own custom content types. It has particularly strong support for Web 2.0 and community functionality, including group blogs and user-submitted content.
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Donnerstag 2. April 2009 von bgrossmann
Passend zu der Entscheidung, die hier schon diskutierte Wiki/CMS/Intranet-Lösung tatsächlich mit Drupal zu entwickeln, gibt es die Ergebnisse des ungewöhnlichen CMS Showdown. Dabei traten drei Teams mit Drupal, Joomla und Wordpress gegeneinander an, um folgendes Projekt umzusetzen:
This project will build a Web site that could be used by a community organization to run a leadership program. Utilizing Web‐based social networking tools such as blogs, forums, and wikis, program administrators, facilitators, and participants will be able to disseminate information and collaborate with each other in a centralized virtual space both in and out of regular sessions.
Alle drei Systeme konnten die Implementation wie gefordert unter 100 Stunden abschließen. Dabei gab es am Ende keinen Sieger, sondern es wurde ein Gleichstand ausgerufen - wie schrieb ein Kommentator so schön? “The winner is open source” :)
Das Drupal-Team brauchte übrigens gerade mal 80 Stunden für ihre Lösung der umfangreichen Spezifikation… das wird bei mir sicherlich um einiges länger dauern.

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Mittwoch 4. März 2009 von bgrossmann
Galileo Computing stellt das Buch Visual Basic 2008 kostenlos als openbook zur Verfügung. Und es ist so beliebt, dass es schon einen Mirror gibt :)
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