Beitrag von Annika Brinkmann
Fehlermeldungen sind immer wieder schön, vor allem dann, wenn sie sich selbst ad absurdum führen. Zwei Beispiele aus der letzten Zeit möchte ich mit Ihnen teilen:
(Artikel von Annika Brinkmann)
Vektordateien sind was Feines. Ordentlich angelegte Vektoren kann man wunderbar miteinander oder gegeneinander skalieren. Daher werden sie auch vor allem bei der Digitalisierung von Logos eingesetzt, die keine photorealistischen Elemente beinhalten.
Leider wird in vielen Fällen auf die Reinzeichnung der Dateien verzichtet. So kommt es vor, dass innerhalb einer Datei für jeden Buchstaben eines Schriftzuges ein eigener Pfad existiert, obwohl es durchaus Sinn machen würde, alle Buchstaben mit der gleichen Farbe auf eine Pfadebene zu reduzieren. Warum? Dies verringert nicht nur die Datengröße und verhindert leichtfertig vorgenommene Veränderungen in der Positionierung einzelner Elemente.
Vor allem wenn ein Logo direkt in eine Website oder ein anderes Bitmap-präferierendes Produkt eingebaut werden soll, ist die Transformierung der Formen in Photoshop-Vektorebenen anzuraten. Die pixelgenaue Zielgröße (die beim Öffnen einer .eps-Datei in Photoshop verlangt wird, bevor die Vektoren in Bitmap gerendert werden) braucht dann niemand mehr ausmessen, wenn das Logo frei skalierbar bleibt.

Bildquelle: Screenshots von der Ebenenpalette der unbearbeiteten und reingezeichneten Datei in Illustrtor und Photoshop. Abgespeichert als GIF.
Weitere Fehler konnte ich bei einer Vielzahl der Logos beobachten, die ich inzwischen bearbeitet habe:
Fazit: Nicht bei jeder Datei lohnt es, sich sauber zu arbeiten. An dem Punkt, an dem aus einer Layout-Datei jedoch eine Produktionsdatei werden soll, kann ein einmaliges Aufräumen später viel Zusatzarbeit vermeiden.
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