Seit einigen Jahren habe ich in Kundenprojekten viel Erfahrung mit Lösungen rund um SAP-Dokumentation und -Übersetzung gesammelt und biete dieses Thema jetzt explizit an.

Warum ist SAP so ein spezieller Bereich? Hier einige Gründe:

SAP-Dokumentation

  • Hinter dem Kürzel SAP stecken sehr viele unterschiedliche Module, die mehr oder weniger vernetzt sind. Eine SAP-Dokumentation ist damit eigentlich immer eine Modul-Dokumentation.
  • Die Standardfunktionen der Module sind dabei durch kundenspezifische Erweiterungen angereichert. Der übliche Anspruch einer „vollständigen“ Dokumentation ist weder möglich noch erstrebenswert – es geht immer um Dokumentation spezifischer Prozesse. Ohne die SAP-Experten geht dies leider nicht. Ein wildes Testen der Oberfläche wie bei kleineren Software-Paketen ist unmöglich.
  • Durch die Prozessorientierung sind Anwenderdokumentationen oft Klick-Anleitungen, die durch wichtige, kundenspezifische Informationen ergänzt werden müssen.
  • Auf der Entwicklungsseite ist es wichtig, in den Dokumentationen sowohl die betriebswirtschaftliche Seite als auch die betroffenen Transaktionen, Rollen, Tabellen, Programme, Funktionen, User Exits, Prüfungen usw. zu beschreiben. Auch hier muss vorsichtig abgegrenzt werden, was Standard und was Erweiterung ist.

SAP-Übersetzungen

  • SAP hat eine sehr eigene Terminologie, die sich auch in den englischen Übersetzungen auswirkt.
    Dazu kommt oft firmeninterne Terminologie, die sich auch von Modul zu Modul bzw. Bereich zu Bereich unterscheiden kann.
  • Bei der Übersetzung von SAP-Oberflächen gibt es mehrere Möglichkeiten. Die Oberflächen können beispielsweise direkt im System übersetzt werden mit der SE63 oder über Objekte (dies erfordert Systemzugriff für die Übersetzer), oder alternativ können Tools wie SNP Dragoman verwendet werden, um die Inhalte als Excel zu liefern und sie an Übersetzungsdienstleister herauszugeben.
  • In problematischen Fällen muss auch eine Transportanalyse bzw. eine Suche in älteren Transporten über SE10 > „Objekt in Transport“ durchgeführt werden. Andersherum können Transporte von Objekten rein dafür geschnürt werden, dass diese handlicher übersetzt werden können.
  • Bei Erweiterung eines SAP-Systems auf weitere Sprachen ist es wichtig, mittels Scoping etwas einzugrenzen, welche Bereich tatsächlich übersetzt werden müssen. Dabei kann sich allerdings durchaus ergeben, dass das „Auseinanderfieseln“ der relevanten Entwicklungspakete zeitaufwendiger ist, als die kompletten SAP-Oberflächentexte auszuleiten und sie in die Übersetzung zu geben.

Viele dieser Themen werden hier im Blog in den nächsten Monaten ausführlicher diskutiert.

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