In meinem Hauptprojekt arbeitet mein Redaktionsteam seit neuestem mit OTRS als Ticket-System.

Warum tun wir das?

  • Wir haben einen großen Arbeitsanteil an Support der Editoren unseres Confluence-Systems, damit ist ein solches Ticket-System sinnvoll.
  • Das Redaktionsteam ist gewachsen und Tasks werden stärker verteilt. Mit OTRS wird klarer, wer was tut bzw. in der Pipeline hat.
  • Unsere User können an ein zentrales Postfach mailen und damit ein Ticket im OTRS erzeugen, das sich dann idealerweise selbst verteilt.
  • OTRS wurde eigentlich primär für eine Hotline eingeführt, soll aber zukünftig als Service auch anderen Gruppen zur Verfügung stehen. Da wir die Inhouse-Dokumentation von OTRS unterstützen, ist es sinnvoll, auch selbst damit zu arbeiten.

(Mögliche) Nachteile der OTRS-Nutzung:

  • Es ist besser sichtbar, wieviele und was für Anfragen ein Team bearbeitet. Das möchte vielleicht nicht jedes Team.
  • Es ist nicht möglich, Tickets auf regelmäßige Wiederholung zu stellen (z.B. „alle vier Wochen Auswertung X“). OTRS ist auf Durchfluß optimiert, nicht auf Dauerpflege und langfristige Aufgaben. Solche Informationen haben wir daher im Confluence belassen.
  • Auch bei Verwendung von OTRS muss man als Redaktionsleitung regelmäßig prüfen, dass keine Tickets durchs Raster fallen und unbeantwortet bleiben.
  • Neue Prozesse müssen definiert und mit dem Team etabliert werden. Dies verursacht etwas organisatorischen Aufwand.
  • Unsere User müssen sich daran gewöhnen, statt direktem persönlichem Kontakt zumindest im Mail-Header mit OTRS die Mails auszutauschen. Manche interpretieren dies dahingehend, dass unserem Team das OTRS „übergestülpt“ wurde – was nicht der Fall ist. Hier hilft nur Aufklären im Gespräch.

Bisher überwiegen die Vorteile für uns – und davon abgesehen ist es für Redakteure im Bereich der Softwaredokumentation gut, auch einmal mit Ticketing-Systemen zu arbeiten, da diese in Support und Entwicklung sehr häufig sind.

Für andere Redaktionsteams würde ich eine Empfehlung von OTRS daran festmachen, wie hoch der Supportanteil in der Arbeit ist. Für Verteilung von Dokumentations-Arbeitspaketen ist es aus meiner Sicht weniger sinnvoll, hier sollten eher klassische Projektmanagement-Werkzeuge eingesetzt werden.

Share

Sorry, the comment form is closed at this time.

   
© 2012 Doku-Hotline Suffusion theme by Sayontan Sinha