Am Freitag und Samstag war ich beim Drupalmediacamp in Aarau und muss rückblickend sagen, dass es eine extrem gute Entscheidung war, dorthin zu fahren. Zum einen konnte ich eine Menge Kontakte vom Kölner Drupalcamp vertiefen und zum anderen viele neue Informationen einholen.

Die letzten Monate an Beschäftigung mit VMs, XAMPP, Drupal und der Dokumentation eines C++-basierten SDK haben sich außerdem dahingehend bezahlt gemacht, dass ich jetzt auch recht entwicklungsnahe Sessions nicht nur verstanden habe, sondern auch hoffe, diese für unser Projekt umsetzen zu können.

Die Sessions (die Links führen zu weiteren Infos und ggf. vorhandenen Materialien&Filmen):

Alleine drei meiner Favoriten wurden von Jonathan Minder aka jon gehalten, der sehr techniknah arbeitet und viel Background-Informationen auch zur Frage des Stagings mit svn/Testserver/Lifeserver lieferte. Alle Vorträge sind in seinem Blog zu finden.

Kantonschule Enge: Wie die grösste Kantonschule Zürichs Drupal erfolgreich einsetzt: Hier sprach jon ausführlich über die Vorteile von Drupal vs. Typo3, was mich nochmals in unserer Wahl bestärkt hat. Außerdem wurde dieses Projekt in einem kurzen Zeitrahmen mit recht wenig Programmieraufwand erstellt.

Apache Solr: Hier beschrieb jon die Geschichte, Funktionen und Vorteile von Aache Solr und die Verbindung mit Drupal. Da wir für unser Intranet ja nicht die Acquia-Suche buchen können, ist das lokale Installieren von Solr die richtige Wahl für unsere Suche, und die Facets-Funktion ist spitze!

Workshop: Wie richte ich eine perfekte Drupal – Entwicklungsumgebung mit PHP Debugger ein: Hier stellte jon die Einbindung der freien IDE Aptana mit Drupal vor; ist ggf. für uns aktuell der Overkill, aber es beruhigt zu wissen, wie es gehen würde.


Hagen hielt zwei ebenfalls recht interessante und auch lustige Beiträge:

Web 2.0 Community Mashups mit Drupal: Hier gab es einen Querschnitt über die Möglichkeiten, Drupal mit Twitter, Facebook, Flickr etc. zu verbinden.

Ein Online Shop mit Drupal & Ubercart: Ein Shopping-Cart im Schnellverfahren – eigentlich nicht mein Thema, aber zu spannend, um nichts darüber zu wissen.

Weitere Sessions:

Accessible Websites: Hier habe ich nur die zweite Hälfte mitbekommen, und thematisch ist die Frage der Zugänglichkeit im Intranet aufgrund der klar definierten Nutzergruppe auch nicht ganz so wichtig, dennoch konnte ich viele Denkanstöße mitnehmen. Eine sehr schön ausgeführte Session!

Fashionly, das syndizierte MashUp mit automatisiertem Workflow und Push wie Pop: Narres lieferte ein wunderbares Beispiel, wie man mit automatisch zusammengestellten Content recht erfolgreich Follower generieren kann. Erstaunliches Experiment – bin gespannt auf die Fortsetzung.

Besondes interessant finde ich auch immer die Case Studies, schließlich zeigen diese meist größere Umsetzungen inklusive der dafür gelösten organisatorischen und technischen Probleme.

Radio DRS – Das Portal: Hier wurde ein sehr großes Portal vorgestellt, mit einem Schwerpunkt weniger auf der Technik als auf dem Projektablauf. Einige Diskussionen gab es auch zu den Kriterien, warum man sich für Drupal als Basis-CMS entschieden hat.

Case Study: basecamp.mammut.ch: Hier geht es um eine Marketing-Aktion, in der Geocaching und Firmenwerbung verbunden sind. Sehr schön gemacht, mit nur minimalem programmiertechnischem Aufwand.

Drupal and high-traffic Media websites: Hier zeigte Edipress, wie Drupal geschwindigkeitstechnisch optimiert werden kann – beispielsweise für Le Matin.

Leider verpasst habe ich diese drei Sessions:

ImageCache, das Sackmesser der Bildbearbeitung: Bekam tolle Kritiken von Bekannten, daher werde ich mir die Unterlagen auf jeden Fall zu Gemüte führen.

Wie man mit guter Architektur Geld sparen kann: Hier gabs das Thema Projekte mit Intranet/Extranet-Anbindung und ihre Planung. Auch hier gibts ausführliche Unterlagen, die jetzt auf meiner Leseliste stehen.

Drush – Das Sackmesser für die Kommandozeile: Mit dem Vortragenden fl3a konnte ich immerhin später noch kurz über drush diskutieren, und alleine zu lernen, dass man mit drush über die Kommandozeile Module downloaden und aktivieren kann, ohne in diesen verdammten Memory-Fehler hineinzulaufen, ist Gold wert!

Daneben hatte ich viele tolle Pausengespräche – danke an alle GesprächspartnerInnen!

Und danke nochmals an die DUG Switzerland für die tolle Orga :) Wir sehen uns bald wieder.

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