Heute habe ich zum ersten Mal seit einem Jahr Drupal wieder lokal installiert, in der aktuellen Version 6.8. Warum? Es geht aktuell um die Frage, wieweit eine gewachsene IT-Landschaft, bestehend aus Internetseiten, Intranetseiten, TikiWiki und Foren, vielleicht unter einem Dach vereint werden kann. Inbesondere die übergreifende Suche wäre ein wichtiges Feature.

Neulich habe ich in einem ersten Schritt diverse Wikis evaluiert; leider zeigen die freien Groupware-Wikis einige Schwächen, und die Kauf-Wikis gehen mit der Zeit doch gut ins Geld. Mehr dazu demnächst in einem extra Artikel.

Dann kam von anderer Seite die Frage nach einem CMS fürs Intranet auf, in dem Inhalte nur von wenigen berechtigten Personen gepflegt werden (z.B. administrative Dokumente). Dies würde einem Wiki einige Anforderungen „abnehmen“, wie die Frage der granulierten Berechtigungen, der Bilderverwaltung, des Erscheinungsbilds als Webseite, des strukturierten Seitenmenüs und des WYSIWYG-Editors, der allgemein gewünscht wird.

Hier kam dann allerdings die Frage an mich zurück, warum dann noch Wiki? Tja, warum? Was sind die wichtigen, gewünschten Features eines Wikis? Diese Frage ist gar nicht so leicht zu beantworten: geht es um das gemeinsame Erstellen der Texte, die einfache Medieneinbindung, die Versionierung? Und wie genau soll die Medieneinbindung aussehen? So fand ich beim Wiki-Evaluieren, dass der Bilder-Import und die spätere Verwaltung schwächer als in WordPress war. Eine Gallery gibt es zwar im TikiWiki, aber überzeugen kann sie nicht.

Beim Blick auf die lange Liste der (mehr oder minder wichtigen) Anforderungen habe ich dann beschlossen, nochmals Drupal zu testen. Meine letzten Experimente waren mit Version 4.7. Seitdem hat sich einiges geändert, es gilt aber weiterhin, dass Drupal wie WordPress den modularen Ansatz eines Cores und den Modulen/Plugins von Dritten fährt. Hinzu kommt, dass Drupal eher ein CMS-Framework als ein Out-of-the-box-CMS darstellt. Es geht sehr viel damit, aber die Lernkurve ist steiler.

Meine ersten Anforderungen sind:

  • grundlegende Benutzerverwaltung – hier wird über Roles gearbeitet, doch ich habe noch nicht herausgefunden, wie ich z.B. einer Rolle Schreibrechte in einem Forum und nur Leserechte in einem anderen gebe.
  • Forum möglich – Foren sind ein Core-Module von Drupal, sehen aber von Haus aus dann auch sehr Drupal-ig aus :) Hier stellt sich die Frage, wie bestimmte Bereiche/Content Types unterschiedlich dargestellt werden können. Außerdem die Frage, wieweit Foren per Mail abbonniert werden können.
  • Blogs möglich – ebenfalls ein Core-Module, aber auch diese sehen aus wie der Rest.
  • Wiki-ähnliche Bereiche – dank dem wiki_tools-Modul kann basierend auf dem Content type „Book“ eine hierarchische, wiki-ähnliche Struktur aufgebaut werden. Weitere Module stellen Diff, Talk, und einen WYSIWYG-Editor bereit.
  • Links zu svn-Dateien in einem Verzeichnis möglich – noch ungeklärt.
  • Möglichkeit, Internet- und Intranet-Seiten auf derselben Datenbasis zu halten, aber getrennt zu publizieren – noch ungeklärt.

Hilfreiche Links zu Wiki-in-Drupal:

How to: create a wiki with Drupal von C.W.Gordon

Do we need Mediawiki syntax when we have WYSIWYG editors? – eine Diskussion bei groups.drupal.

Replacing MediaWiki and phpBB – aus dem Drupal Support Forum, mit einigen kritischen Anmerkungen (allerdings schon von 2007; seit Drupal 6.x können beispielsweise alle Content Types unterhalb eines Book verlinkt werden).

Weitere Erkenntnisse demnächst…

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