Eine Besonderheit der deutschen Sprache ist die Möglichkeit, interessante neue Worte zu bilden. Auf das obenstehende bin ich in einem Artikel im Bremer Weser-Report gestossen, dem hiesigen Sonntagsblättchen. Dort hieß es im Kontext von zwei Kindern, die Amoklauf- und Selbstmordansichten geäußert hatten:

Polizeisprecher Ronald Walther: „Nach einem normenverdeutlichenden Gespräch haben wir die beiden ihren Eltern übergeben.“

Ein tolles Wort. Eine Freundin interpretierte es im Kontext des karpfenjagenden Eisbären Knut zu:

„Knut, Fische sind Freunde, kein Futter!“

Eine ernsthafte Suche bei Google bringt immerhin 10 Treffer unter Ausblendung ähnlicher Fundstellen, und eine analoge Zahl mit neuer deutscher Rechtschreibung („Normen verdeutlichend“). Seit ca. 1998 scheint es diese Wortschöpfung zu geben, in den Duden hat sie es allerdings noch nicht geschafft. Kann nur noch wenige Jahrzehnte dauern – oder wir warten auf das nächste Modewort zur Jugendproblematik.

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