(Artikel von Annika Brinkmann)

Es gibt eine lange Liste von digitalen Graphikformaten, auch wenn es eigentlich nur 3 Arten gibt: Raster (Bitmap), 2D-Vektor und 3D-Vektor.

Die Wikipedia listet derzeit 32 Formate für Rastergraphiken, 25 für 2D-Vektorgraphiken und vier für 3D-Vektorgraphiken. Damit sind noch längst nicht alle Formate erfasst. Viele davon werden nur von ein paar wenigen Programmen verwendet, nur ein Teil weist tatsächlich eigene Kodierungen auf und vor allem muss man nicht alle Formate kennen – nicht als Designer, auch nicht als Graphikproduktioner und erst recht nicht als Laie.

Für den Hausgebrauch reichen in der Regel .jpg/.jpeg und neuerdings .raw, wenn man sich für eine etwas aufwändigere Digitalkamera entschieden hat.

Wenn es jedoch darum geht, das firmeneigene Logo in ein neues Graphik-Erzeugnis einzubauen, hilft oft selbst ein hochauflösendes JPG bei geringster Komprimierung nicht weiter. In einigen Fällen wird sich durchaus was zaubern lassen. Wenn die Darstellung jedoch auf einem anderen Hintergrund erfolgen soll als im JPG, wird es kompliziert.

Doch wie Abhilfe schaffen?

Im Idealfall werden Logos in Vektorprogrammen ohne Einbindung von Bitmapbildern erstellt. Nur dann können sie beliebig skaliert werden. Leider müssen sie jedoch für einen Großteil von Layout-Programmen erst skaliert und dann wieder in ein Bitmapbild umgewandelt werden. So auch bei Powerpoint, das obendrein nicht in allen Versionen transparente Bilder verarbeiten kann. So kann es einem passieren, dass für die qualitativ hochwertige Darstellung eines Logos in Powerpoint und einem daraus erzeugten PDF die folgenden Arbeitsschritte nötig sind:

  • Öffnen der Vektordatei in der gewünschten Größe und Auflösung z.B. in Photoshop
  • Einfügen des gewünschten Hintergrundes
  • Speichern als JPG bei einer Auflösung von 200 bis 300 dpi
  • Einfügen in Powerpoint und Platzierung mit Hilfe des Positionsfensters

Für den kürzeren Arbeitsprozess fehlt in Powerpoint leider die Unterstützung von .eps Dateien (Containerformat, das sich gut für Vektoren eignet), oder .svg (Scalable Vector Graphic), bzw. die Exportunterstützung von Transparenz-Stufen bei Bitmap-Bildern (sogenannte Alpha-Transparenz).

Im Gegensatz zu früher, als für jedes Logo in jeder Größe noch ein Klischee erstellt werden musste, sind heute die Möglichkeiten, wie man ein Logo gestalten, platzieren und skalieren kann, wesentlich vielfältiger. Ein gewisses Maß an handwerklichem Können gehört jedoch immer noch dazu.

blei-logos.jpg
Früher war alles besser. Wenn auch immer gleich groß.

Bildquelle: Aufnahme Annika Brinkmann 2008, Kamera Nokia N95, Motiv: Schaufensterauslage eines Buchdruckers bei Abenddämmerung, Darstellung in 30%, JPG Komprimierung: 30% Qualität.

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